Mehr Chancengleichheit dank einer Politik der Frühen Kindheit

Avatar of SP OstermundigenSP Ostermundigen - 15. September 2020 - Artikel Bantigerpost

Nur knapp jedes zweite Kind erreicht in Ostermundigen die Sekundarschule. Damit liegt unsere Gemeinde weit hinter der Stadt Bern und dem schweizerischen Durchschnitt zurück. Warum ist das so? Sind die Ostermundiger Kinder fauler oder dümmer?

Nein, die Zahlen bestätigen nur: Das aktuelle Bildungssystem in unserer Gemeinde hinkt bei der Chancengleichheit hinterher. Möglichkeiten zur Verbesserung liegen in einem durchlässigeren Schulsystem, in der Einführung von Ganztagesschulen und einer Politik der Frühen Kindheit, die ungleiche Startchancen schon vor dem Kindergarteneintritt ausgleicht.

Während die ersten beiden Punkte zwingend mit der neuen Bildungsstrategie zu korrigieren sind, können wir letzteres sofort realisieren. Meine Motion für eine Politik der frühen Kindheit kommt diese Woche in den Grossen Gemeinderat. In der Botschaft bestätigt der Gemeinderat die Defizite z.B. in der Sprachförderung. Das Programm «schrittweise» ist Jahre im Voraus ausgebucht. Das Angebot deckt die Nachfrage bei weitem nicht.

Es gilt deshalb, die dringlichsten Defizite unverzüglich zu beheben und im kommenden Jahr eine Gesamtsicht zu erstellen. Ziel muss es sein, allen Kindern unabhängig ihrer sozialen Herkunft, einen gefüllten Bildungsrucksack mit auf den Weg zu geben.

Dem Parlament kann die Chancengleichheit nicht egal sein. Wir brauchen eine Politik der frühen Kindheit. Nehmen wir im GGR unsere Verantwortung wahr.

Bettina Fredrich, Co-Fraktionspräsidentin SP/Grüne/Gewerkschaften, Kandidatin fürs Gemeindepräsidium

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